Donnerstag, 28. Juli 2011

Gerollt und nicht geeiert

Rollschuhfahren üben. . .
Ganztägig!

Und heute vor einer Woche?
Sonnenstrahlen, ein leichter Wellengang.
Unser vierter Tag.
Alles ist so, als wären wir schon immer hier gewesen.
Es ist so..... heimisch und angekommen.
Wir sind gern hier, wollen nicht mehr weg.

Frühstück, Fähre mit Fahrtwind, ein paar Minuten laufen
und schon sind wir gegen zehn am NEMO.
Ein großer, grüner Schiffsbug wartet schon auf uns.
Wir sind noch nicht mal richtig drin und schon sind wir begeistert.
Ein schwebender Ball. Na das wird ein Spaß.
Hier, an diesem Ort für Kinder, an dem sich auch jede Menge Erwachsene jeden Alters tummeln,ist es
"ausdrücklich verbodden,nichts anzufassen!" Das gefällt uns.
Die nächsten drei Stunden, erforschen und entdecken wir, probieren,
erstaunen, sind verwundert, begreifen.
Genial.

Soviel Erkundermut macht hungrig. Die eine hat lust auf Pasta,
sie bekommt welche. Die andere ging davon aus,
dass diese für beide reicht.... man lernt immer noch dazu,
denkt jede heimlich in ihrem eigenen Kopf.

In der großen Shoppingmeile der Stadt finde ich den vor 2 Tagen
auserspähten Pommesladen tatsächlich wieder.
Die Fritten sind so wie ich sie mag. Dick, salzig, knusprig, fettig.
In einer Seitengasse mache ich mich darüber her und bin platt,
das Kind schnappert mit, so das ich froh bin, wenigstens
eine halbe Tüte ab zu bekommen.
So gestärkt muss ich meinem Versprechen nachkommen,
außer einem Buch und diesem und jenem, auch ein cooles
Kleidungsstück als Andenken mit zu nehmen.
Was in Prag der Maulwurf war ist in Amsterdam vielleicht ein "XXX" ?

Ja da guckt Frau Mutter bisschen doof, ja bis schon säuerlich,
als ich ihr auch noch die Pommes weg ess. Ha. Lecker.
Ich muss doch gestärkt sein,wenn es zum" Mitbringseleinkauf" geht!
Hach, hach....was werde ich bloß finden?
In der Shoppingmeile stürzen wir gleich in die ersten Läden und werden fündig.
Wir suchen aus, verkleiden uns, ändern, probieren, beraten, kichern.
Das beste shoppen was wir je hatten. Das Endergebniss sehen wir sehr, sehr zwiegespalten!
Ich komme die Treppe hoch und daaaaa hängt ES.
Ein Traum in weiß und rosa!!!!
Das muss ich haben. Es gab schließlich keine Abmachung was oder was nicht.
Das will ich und das werde ich mitnehmen, komme was wolle..
da braucht die da vorne gar nicht die Arme in die Hüften zu stemmen, mit den Lippen ein "NOOO" formen und krebsrot anlaufen!!!

Ich stehe da, habe Hitzewallungen und bete zu keine Ahnung wem,
er solle augenblicklich den Blitz schicken, denn dieses Kleid,
das kann nicht mein Kind sein! Haben all die Erklärungen
von rosa UND schwarz denn gar nichts gebracht.
Ich atme tief durch....da kommt sie schon freudig näher und näher......
Wie komme ich bloß aus dieser Sache wieder raus?
Ah...okay...wir gehen erstmal für mich noch ein bisschen was schauen,
vielleicht vergisst sie das Teil oder findet etwas cooleres.
Mir wird nun ein Kleid nach dem anderen ausgeredet,
es gibt Begründungen.... da schlacker ich mit den Ohren,
seh nochmal in den Spiegel und muss mich geschlagen geben.
Verdammt ich finde nichts, und zu Hause....NICHTs zum anziehen.

Was soll ich sagen? Am ende gibt sich die angebliche Chefin auch hier geschlagen: es ist Urlaub, es war so abgesprochen, koste und sehe es aus wie es wolle....
es darf mitgenommen werden was gefällt.
Ich als Piratin steh auf Glitzer und Blink, blink...wie alle anderen auch!!
Ich hab ein ganz wunderbares Teilchen für Mama gefunden und es ist genau das was sie suchte.
Am Ende trug jede von uns beiden Piratinnen ein Kleid hinaus,
das eher damenhaft als furchteinflößend war.

Wir schlendern. Grachten. Wasser, Räder.
Immer wieder der geruch von Käse, Kaffee und auch Mariuahna.
Am Buggy baumeln die Tüten mit den Kleidern, den Souviniers, dem Käse.
Wir wandern. Schleichen. Trödeln. Eilen.
Landen am Spielplatz, planschen, trinken Kaffee und "Appelsapp".
Treiben.
Verweilen.
Der letzte Tag hier rennt dem ende zu. Unhaufhaltsam.
Die Fähre bringt uns zum Schiff zurück.
Das übliche.
Lange, lange sitzen wir auf dem Bett und schauen zu, wie die Sonne untergeht.
Irgendwann blitzen die Lichter aus der Ferne zu uns herüber, erinnern,
dass selbst jetzt die Stadt noch längst nicht ans schlafen denkt.
Die Augen fallen zu, wir träumen von den großartigen Schätzen dieses Tages,
der Stadt, dem ganzen, Amsterdam.

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