Es begab sich einmal an einem Samstag, in einem fernen Königreich,
in einem so hohen Turm, dass die Wolken ihn fast umarmen konnten,
dass die Prinzessin die Königin Punkt acht Uhr küsste und somit weckte.
Da ja bekanntermaßen Sonntags das bedientsteten Personal frei hat,
machte die Königin das Frühstück selber. Die kleine Dame aß ein Toast
mit Honig und Schokoaufstrich, welches auf einem goldenen Teller
serviert wurde, und 1/4 Croissant.
Ein paar Herzschläge später zogen sie sich auch schon ganz warm an, um
mit ihrer Begleitung für die nächsten Stunden, mit der U-Bahn zum
"Alexanderturm" zu fahre, um dort im Postbahnhof die "Nan Goldin"
Ausstellung zu besuchen. Fotos, Bilder, Filme und Musik.
Es war ganz spannend hier. Die kleine Prinzessin tanzte, kletterte auf den
großen Sofas rum und knabberte Kekse.
Auf dem Rückweg machte die kleine Sarah ein Schläfchen und erwachte
pünktlich vor des Schlosses Pforten, um dann ein schnell gezaubertes,
sehr reichliches Mittagessen zu verschlingen.
Nach einem ausruhen murmelten sich beide wieder ganz dick ein, um
die Sonnenstrahlen dieses Tages noch ein wenig einzufangen und gingen
auf den Weichselspielplatz. Nach einer Weile tauchten hier auch Rokko
und Nele auf.
Als der Tag langsam ergraute zogen die 2 großen Damen mit den
Kutschen, in denen die Kinder saßen, zurück zum Schloss.
Noch ein letztes Mal stiegen die Königin und die Prinzessin mit ihrem Besuch
für diesen Tag die vielen, vielen ausgetretenen Stufen zurück in ihre Gemächer.
Da alle hunger hatten wurde ganz schnell ein Teig zusammen gerührt und
Waffeln gemacht mit selbstgemachtem Apfelmus.
Danach wurde durch die Räume und Gänge Roller und Laufrad gefahren,
getobt, gehopst. Irgendwann schienen die Sternlein in die Fenster und die
Königin begab sich in die Küche um das Abendessen anzurichten.
Als alle Teller mit den güldenen Löffeln leer gegessen waren, die Pfanne das
letzte Reiskorn und die letzte Erbse hergegeben hatte, zogen die Besucher
vorerst von dannen, um noch ein paar Taler auszugeben.
Die Königin und die Prinzessin schauten sich noch Bücher an, puzzelten ein
wenig, putzten die Zähne und nach ein paar Liedern fielen der kleine
Madame schon die Augen zu.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann gehen sie bald wieder in den
kalten Herbst hinaus, um eine Austellung zu besuchen, bunte Blätter zu
sammeln und auf dem Spielplatz zu toben.