Und heute vor einer Woche:
Der Wecker weckte uns sehr früh, uuaahh, welch schrecklich unbekanntes Geräusch für mich.
Da schon längst gepackt war, ging alles ganz entspannt von statten.
Auf dem Bahnhof warteten wir nicht lange auf die Eisenbahn.
Als sie kam, musste ich erstmal ganz laut quietschen vor Freude,
ich bin in meinem Leben noch nie echte Eisenbahn gefahren, wissen sie!
Beim Einsteigen, hach, da bekam ich aber gleich das erste mal einen Schreck.
Die Stufe war alleine gar nicht zu erreichen, hätte Mama nicht meine Hand gehalten.
Und von Stufe zu Stufe war es so ein Höhenunterschied, dass es einem schwindelig wurde.
Da sonst keiner zum verabschieden da war, winkte ich dem Schaffner.
Lang war die Zugfahrt. Am Anfang war’s noch toll, aber mit der Zeit,
man, da tat der Po ganz schön weh. Ein paar Turnübungen, alle 10 Minuten
zum Klo gehen und kichern, wenn die Spülung so laut pufft, schaffte Ablenkung.
Uns gegenüber saß ein Herr aus Südafrika und eine Dame aus England,
die jetzt aber beide in den USA wohnen. Der Dame trat ich paar Mal gegen das Knie.
Ausversehen, anfänglich zumindest, beim Füße wippen. Mama ermahnte mich,
ich solle aufhören, das gehöre sich nicht. Ich machte es aber noch mal und dann
flüsterte Mama in mein Ohr, das es der Dame doch sonst weh täte! Na Hilfe!
Das muss sie doch mal gleich sagen! Was weiß ich denn was sie will mit ihrem
„Das tut man nicht und das darf man nicht…..!“
Ich gab der Dame dann mal gleich ein paar von meinen Kaffeekeksen ab
und wir schlossen Freundschaft. Später beim aussteigen sagte die Dame zu Mama
was von“ Darling“ und „Cute“.
Als die Schaffnerin kam, bekam ich meine eigene Fahrkarte. Sie knipste sie sogar ab,
sie hat jetzt 2 Löcher, also die Karte, nicht die Schaffnerin.
Wir rauschten vorbei an Bergen und Häusern, Wäldern, immer entlang am Fluss.
Im Hotel kamen wir am frühen Nachmittag an, packten schnell aus und verließen es
gleich darauf schon wieder, um die Metro und Tramstationen auszukundschaften und
ein wenig schon mal die City Maß zu nehmen.
Allerdings mussten wir dazu erstmal 3 Km einen Berg hoch krakseln.
Ich meine Mama musste da hoch, ich saß im Wagen und trieb sie ordentlich an,
mit Seifenblasen und „Auf der Mauer , auf der Lauer“ singen.
Ticket kaufen und dann mit mega lautem Gekreische, das alle Leute gucken mussten
was hier grad los war, ging’s die Ellenlange Rolltreppe runter. Also man kann
in der Länge der Zeit ja fast ein Nickerchen machen,
man sieht kaum noch Anfang und Ende…..es fehlen mir immer noch die Worte.
Und windig war das da unten. Meine Haare wehten im Wind und
wenn die Metro kam, flogen sie bald weg!
Mit der grünen Metro ging’s dann auch schon Richtung Stadt. „Muzeum“ steigen wir aus.
Das Nationalmuseum (Narodni muzeum) und der tolle Brunnen davor
begrüßen uns gleich. Am Wenzelsplatz (Vaclavske namesti) gab’s gleich erstmal
ein Erdbeereis bevor wir dann durch die Innenstadt liefen, entdeckten und erkundeten.
Zwischenstopp am Altstädter Ring (Staromestske namesti ) mit der astronomischen Uhr,
die Teintkirche/Teynkirche .Vor dem Jan-Hus Denkmal stehen Pferde mit Kutschen,
die mich ungemein beeindruckten. An der Nikolauskirche machte ich
erstmal ein Schläfchen. Als ich wach wurde baumelte vor meinen Augen:
ein kleiner Maulwurf, den Mama besorgt hatte, während ich schlief.
Da musste ich ganz laut schreien und Mama küssen. Danach ging es vorbei
am Kafka Denkmal zur Moldau um da, am Theater, einen ersten Blick
auf die ganz weit hinten zu sehende Kathedrale, das Kloster und die Berge zu werfen.
Am Wasser entlang laufen und die Karlsbrücke (Karluv most) bewundern.
Dann in die Stadt zurück spazieren. Den Pulverturm (Prasna brana) bewundern.
Ich habe davor Seifenblasen gemacht. Am Repräsentantenhaus (Obecni dum)
nebenan machten die grad Musik auf dem Balkon.
Zum Abendessen gab es Nudeln und Soße. Nach kurzem meckern bekomme ich,
wie ich es aus der Kita kenne, meinen Käse zum drüberstreuen. Die Schale war
wenig später leer und unterm Tisch alles voll Parmesan, als wir gingen, gingen wir schnell….
Uhhbhahhhnfaaahn. Wieder die Grüne.
Berg runter laufen, Seifenblasen machen, singen und kichern.
Dann gab es ein Vollbad für uns beide. Na nach so einem Tag!
Als wir uns abtrockneten mussten wir laut lachen. Auwaia.
Die Wanne war nicht mehr weiß, sondern grau/schwarz.
Schlafen wie die Steine. Aber nicht lange, denn dann stellten wir fest,
es gab hier eine Mückenplage. Beide hatten wir, als die Sonne aufging,
kaum geschlafen und am Morgen war ich überall voll mit roten Punkten die juckten.
Mama zählte 32 Stück.
Und heute:
jannik besuchen, mit sid treffen, emma und rokko grüßen,
die tiere füttern, rad fahren.
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