Freitag, 29. Mai 2009

Heute vor einer Woche



Schrecklich früh bin ich schon wach. Ich küsse und wecke Mama. Die jammert rum. Ich kneife in ihre Wimpern und da schlägt sie endlich die Augen auf. Ich bin verwirrt, Mamas Augen sind halb sechs morgens noch ganz schön klein. Naja, hab ja auch zeitig geschlafen, wa. Rucksack packen, sortieren, alles Start und Griffbereit verstauen. Frühstücken. Schlüssel abgeben. Ein letztes Mal den Berg hoch laufen dauerte heute viel, viel länger, wegen der 2 Rucksäcke die nun wieder mitreisten. Ich war plötzlich so müde, schließlich war ich schon Stunden wach, das ich mich schieben ließ und ein Schläfchen machte.

Ich wurde nahe der Metro wach, auf dem jüdischen Friedhof. Hier ist das Grab von Franz Kafka, ja, das wissen wir jetzt ganz genau. Es nieselte und war eine ganz entspannte, beruhigende Stimmung, obwohl es 2 Stunden vor der Abreise war.

Ein letztes mal die langen Rolltreppen fahren, mit der Metro unter der Stadt brausen, zum Bahnhof.

Als der Zug anrollt, ist uns so gar nicht nach kichern, wir gucken uns an, mit Tränen in den Augen und flüstern:

„Tschüß Prag“.