Morgens um null Uhr achtunddreißig schauten wir nach einem leisen Knall und flattergeräuschen mit kreisenden Köpfen und rollernden Augenbewegungen an die Zimmerdecke und flüsterten unserem neusten Haustier ein noch recht schüchternes "Hallo" zu.
Eine Fledermaus aus dem Hinterhof hatte sich zu uns verirrt und flog nun in gleichmäßigen Bahnen unter der Zimmerdecke ihre Runden.
Da sie den Ausgang den sie kurz vorher als Eingang genommen hatte nicht gleich wieder fand, machte sie erstmal ein kurzes Päuschen und hing Kopfüber über uns am Betthimmel.
Wir lagen ganz still und schauten kichernd mit großen Augen nach oben und sie guckte zu uns nach unten.
Wenig später drehte sie noch ein paar Runden, piepste still in die Dunkelheit, ortete dann das Fenstertürchen und entschwand.
An einschlafen war dann lange nicht zu denken.
Und nur Stunden später wurden Fledermausbücher aus der Bibliothek geschleppt, um alles an Wissen einzusaugen was geht.
Mittwoch, 22. August 2012
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