Morgens früh um sechs komm aufgeregt die Sarah an.
Nur Sekunden später dann, suchen wir im Bett nen Zahn.
Gestern noch ein gefährlich wankender Wackelzahn und heute morgen schon die offiziell zweite Lücke, neben den inoffiziellen vier anderen.
Zum bestaunen dieser war leider nicht viel Zeit, wir mussten suchen. Kissen, Bettdecken und Laken vorsichitig entfernen, ausschütteln, uns weiter durch die Matratzen wühlen, später sogar über den Boden kriechen, fegen.
Nichts. Unauffindbar. "Naaaaiiiin......ich will ihn nicht verschluckt haben!!!" Die Uhr zeigt 6: 18 .
Zum Frühstück bekam die Dame ihr Brötchen mit Tonka Tonka und Velami klein geschnitten. In der vorderen Reihe oben und unten steht ja bis auf einen Wackelzahn nichts mehr. Pfeifen kann sie jetzt. Begeisterung!!!
Gegen zehn machten wir uns auf den Weg zur U-Bahn. Sarahs Geburtstagsgeschenk von Mama kann heute endlich eingelöst werden. Ziemlich lang rattern wir durch die Tunnel unter der Stadt und fallen an der Bismarckstraße auch schon sogleich in die Deutsche Oper. Kinder für Kinder. "Aschenputtel". Spitzentanz. Zehenwahnsinn. Ballett.
Die kleinen Täubchen hatten es uns beiden so ganz besonders angetan.
Ganz wunderbar war es und Sarah hatte viele Fragen und große Augen und ganz heiße Hände vom vielen klatschen. Als der Vorhang sich dann doch entgültig schloss, weinte das Kindchen riesige Tränen, wollte nochmal, oder mehr, oder wenigstens eine Zugabe.
Heimfahren. Ausruhen. Trödeln.
Später trafen wir auf Alexandra und das Kind j.m.. Beeindruckend, ein wenig beängstigend, wie schnell manche Kinder auf andere zugehen können, Kompromisse schließen, sich gegen die Erwachsenen verbünden. Spielen, malen, toben.
Nudeln und Cheese. Artischocken.
Wir brausen mit dem Rad den Berg hinab und denken, es ist spät. So spät, das ein Eis jetzt auch nichts mehr rein reißt, und kämpfen uns gegen den Wind bis ins Isabell vor. Nirgends in der ganzen Stadt gibt es Meloneneis. Wir suchten Wochen! Hier schon. Genüssliches geschlapper im Laden und auf der Admiralsbrücke.
Halb neun liegt eine zahnlose Minka im Bettchen und schläft zufrieden fast augenblicklich ein.
Und morgen früh, wohl so kurz nach sechs, wird es hier wieder ein Geschrei geben, denn dann sollte die Zahnfee da gewesen sein.
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