Dienstag, 30. August 2011

Wärmendes

Am Morgen schlich das Kindchen mit warmen, nackten Füßen
leise durch die Räume, um sie dann nur wenig später auf
eiskalt abgekühlt an meinen Rücken zum aufwärmen zu schieben.
Ich bekomme eine Gänsehaut, und das nicht nur, weil sie
so kalt sind, sondern da die unglaublich kleinen Zehen von damals,
eigentlich schon so groß geworden sind.

Draußen ein tiefes grau. Dicke Wolken.
Der Herbst, anwesend seit dem Juni dieses Jahreses,
drängte sich auch heute schon früh gleich wieder auf.
Wir ziehen die Decke über den Kopf.
Angenehme Wärme.
Kuscheln, drücken, kichern.
Erzählungen von Träumen.
Erfundene Geschichten.

Warme Milch. Tee.
Wettrennen in den Kindergarten.

Später trägt uns der Wind in die Bibliothek.
Fast zwei Stunden sitzen wir im kleinem Häuschen,
unserem Luftschloss, unter dem Dach, aber über der Stadt.
Weit kann man hier schauen. Unser Berlin.
Interessant ist alles. Blättern. Lesen.
Fragen. Fragen. Fragen.
Millionen...hat der Sonnenschein.
Wir nehmen eine handvoll Bücher mit,
und die restlichen Fragen auch.
Für später.

Zum Abendessen: wunderbares.
Das Kind liebt Mais.
Also stehen wir beide in der Küche und schauen den 2 gelben
Maiskolben beim köcheln zu.
Wir beobachten uns beim abnagen dieser und müssen kichern.

Eingemummelt mit einem Stapel Büchern, der Puppe, Ariele,
den Pferden, dem Dino, Spongebob und fast all den Anden,
liegen wir aneinander geschmiegt auf dem Bett und
blättern uns durch das Papier.
Nach der dicken Winterdecke verlangte Sarah noch. Die dünne,
die sei nun zu dünn, es sei Herbst und werde ja draußen auch
schon jetzt eben dunkel, da bräuchte sie die besonders dicke.
Küsse.






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