Sonntag, 26. September 2010

Es waren einmal

eine kleine Prinzessin und ihre Mama, die Königin. Die lebten in eines
Schlosses hohen Turm, ganz knapp unter den dicken, fetten, grauen
Regenwolken, die seit zwei Tagen über dem Dach hingen.

Eines Sonntagsmorgen erwachten beide, sahen aus dem Fenster,
sahen sich an und drehten sich noch mal um. . . . . . .
Es war eindeutig zu grau zum sofort aufstehen.

Ein wenig später stand die Königin als Erste auf und machte mal
gleich erstmal Feuer. Als es etwas wärmer ward, krabbelte auch die
kleine Prinzessin aus dem Himmelbett und zog sich an.
Da es sich um einen Sonntag handelte, hatte das königliche
Dienstpersonal natürlich frei und so mussten die beiden ihr
Frühstück, den Kaffee und Tee, mit allem Piepapo alleine machen.
Aber das wissen ja selbst sie nun schon.
Als alles angereichtet war saßen sie am Ofen, schnapperten Brötchen
von goldenen Tellern und schauten dem strömenden Regen zu.

Später malten und kneteten sie. Bastelten für das Badezimmer
eine Blumen-Hängeampel aus einem Milchkarton und hörten Musik.
Zum Mittagessen wünschte sich die kleine Sarah güldene Nudeln und
die kochten sich die beiden Damen dann in der Schlossküche.
Aufgeregt rührte die kleinere der zwei Damen in den Töpfen herum,
streute sich tonnenweise Käse auf die Nudeln und hatte plötzlich
ganz. ganz kleine Äuglein.
Ein märchenhaftes Mittagsschläfchen, immer das Rauschen
des ununterbrochenen Regenflusses draußen im Ohr.

Kaffeetrinken auf der Picknickdecke im Wohnzimmer-saal,
mit den ersten Pfefferkuchen dieses Jahr und Obst"schäfchen".
Kneten, schnattern und dann mehrere Runden Fußball im Flur, mit der
Königin in der Küchentür als Tor. Gebrüll, gekicher, gegacker.
Viele Tore, eins nach dem anderen..

Der Tag neigte sich dem Ende und die kleine Prinzessin nahm ein
angenehmes Schaumbad. Sie schwamm weit raus, spritzte ordentlich
mit dem Wasser, malte mit der blauen Malseife.
Danach aßen beide im Kerzenschein zu abend, legten sich alles für den
neuen, herannahenden Tag bereit, sahen sich Bücher an,
schrubbten die Zähne und sangen.
Irgendwann war die kleine Prinzessin eingeschlummert und wanderte
in ihren Traumwelten wohl auf grünen Sonnenscheinwiesen mit
Knetmännchen umher und schlug Purzelbäume.
Die Königin folgte ihr nur ein ganz klein wenig später, allerdings
ohne die Purzelbäume, sondern natürlich graziös schreitend!

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