


Es war einmal eine Prinzessin. Die lebte mit ihrer Mama der Königin in einem ganz hohen Turm. Eines Tages, es war der erste Mai, verbrachten die beiden einen ganz ruhigen Vormittag. Sie malten und kneteten, tuschten. Später aßen sie von güldenen Tellerchen mit goldenem Besteck ihr Mittagsmahl und hielten ein langes königliches Schläfchen.
Am Nachmittag machten sie sich auf den Weg zu einer Grillparty. Sie fuhren die Wienerstraße entlang, über den Spreewaldplatz und über die Skalitzer. Überall waren ganz viele Menschen, überall gab es laute Musik zum tanzen, überall Essen und Trinken. Da alles so voll war und die beiden ganz bepackt mit den Grilldingen fuhren sie als erstes an den ganzen Partys vorbei zu Toni, Maria und Liliah. Hier gab es Kaffee und Kuchen.
Dann wollten die beiden Damen sich aber endlich in das Getümmel stürzen und gingen in die Oranienstraße. Man, waren hier viele Leute. Vor dem Coretex gab es Musik, aber es war so ein großes Gedränge, dass die beiden bald keine Lust mehr hatten und in "Tanne B" ein Eis kauften. Danach wurde auf dem "Lausi" ein wenig mit Jannik gespielt, mit Mama geschnattert.
Da alle neugierig auf die Abenddemo waren, standen ein paar kleine und große Leute nun am Rand am Görlie und warteten. Aber nichts passierte.
Langsam bekamen alle hunger und da weit und breit gute Laune war, machten sich alle in die Gemächer, in denen sie Essen bekamen.
Bei den Grillgastgebern waren nun noch mehr Gäste eingetroffen. Es wurden leckere Köstlichkeiten geschlemmt, geredet, gelacht und Musik gehört.
Später wollten die Königin mit der Sarah noch ein wenig die Füße vertreten und draußen ein wenig schauen gehen, so wie letztes Jahr. Allerdings war das dann nicht möglich und so wurde auf dem Hinterhof Roller gefahren, Seifenblasen gemacht und an Fensterscheiben im 0,5ten Stock geklopft. Leider war es auch später immer noch nicht möglich, entspannt umherzulaufen, die Skalitzer entlang zu wandern, am Spreewaldplatz Musik zu lauschen. Dafür bekam die kleine Prinzessin viele neue Eindrücke mit, schon allein wegen der vielen Gäste, die ihr viele spannende Dinge über den ersten Mai erklären und erzählten. Und zum anderen, da Sarah so aufgeregt über die Blitzknaller nicht an Silvester und den Polizeihubschrauber war.
So entschlossen sich die beiden langsam den Tag ausklingen zu lassen und mit dem Rad zurück zum Schloss zu fahren. Im kräftigen Regenschauer (hey, dem einizigen in diesem Jahr am ersten Mai!) fuhren sie also im goldenen Kutschrad Heim und stiegen pitschenass die vielen, vielen Stufen in ihren Turm hinauf. Schnell machte sich die kleine Dame bettfertig, schrubbte die Zähne und durfte im großen bett Platz nehmen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sind sie nächstes Jahr am ersten Mai auch wieder in Kreuzberg unterwegs und gucken, feiern und staunen.
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