Knöpfe drücken am und im Fahrstuhl. Frühstücken. Rucksack packen (vor allem mit Hörnchen) und los geht’s zur Erkundung vom jüdischen Viertel. Josefstadt (Josefov). Die Pinksynagoge(Pinkasova synagoga) und Altneusynagoge( Staronova synagoga) sowie den alten Friedhof (Stary zidovsky hrbitov) schauen wir uns heute an. Warten, anstehen und dann erklärt Mama, dass die Wände von oben bis unten nicht „bunt“ sind, sondern beschrieben mit unzähligen Namen, von Juden, die im Holocaust ermordet wurden. Da war ich ganz leise und erst draußen auf dem Friedhof hab ich wieder was gesagt. Nämlich das ich Seifenblasen machen will. Schließlich weiß ich doch nicht das das hier nicht nur Wiese mit großen Steinen ist, sondern ein Friedhof.
Aber ich hab dann ganz leise und flüsternd welche gemacht.
In der Altstadt sitzen wir beide und schauen den Pferden zu, beobachten die Menschen und die Tauben, machen Seifenblasen. Gucken um zwölf Uhr uns erneut das Schauspiel der Uhr an und treffen, glauben sie’s! : meine Kaffeekeks-Dame und den Herrn aus dem Zugdort an. Freude und lachen beim wieder sehen. Ein bisschen wehmütig waren wir, sie fuhren heute weiter in die nächste aufregende europäische Metropole. Ein Foto haben sie von mir gemacht und mich auf den Kopf tätschelnd gelobt. Dann verabschiedeten wir uns und sie entschwanden in der Masse an Menschen.
Danach ging’s zur Moldau, über die Karlsbrücke laufen und hier, nur wenige Sekunden vom Spielplatz entfernt, fielen zum Mittagschläfchen meine Augen zu. Als ich wach wurde erkundete ich erstmal die Spielgeräte. Zwei Stündlein turnte, rutschte und schaukelte ich hier rum. Danach machten wir uns auf, um das Kloster Strahov(Strahovsky klaster) zu suchen.
Naja, wie sich für Mama nach halber Weglänge Berg hochklettern herausstellte, handelte es sich um eine mega Bergtour die, vom Gefälle her, so in der Karte nicht angegeben war. Wären wir nicht so neugierig und energisch gewesen, wir wären wieder umgedreht. Aber da wir nun eh einmal schwitzig und stinkend waren, konnten wir auch weiter laufen, dachten wir uns. Am meisten schnaufte und fluchte Mama beim Wagen schieben, mit mir drin sitzend, mega Sonnenschein der ihr wirklich einen Sonnenbrand bescherte bei ca. 30°C.
Oben angekommen mussten wir uns erstmal im Schatten ausruhen und…. Seifenblasen machen. Dann schauten wir uns die beeindruckenden Bibliotheken an. Meine Güte solch große, dicke und vor allem so uralte Bücher, hab ich noch nie gesehen, wir beide nicht. Weil wir hier nicht zur Erinnerung fotografieren durften, ging ich die Fische, Seesterne und anderen allerlei eingesammelte Dinge anschauen, während Mama anscheinend hier nie wieder wegzuwollen schien. Als sie irgendwann dann doch fertig war, wollte ich mir dann aber noch die vielen Globen anschauen die hier auch standen. Und dann traten wir aus dem alten Gebäude und rannten zusammen den Berg wieder runter.
Danach waren wir ganz schön geschafft und gingen zum ausruhen die Enten füttern. Danach schlenderten wir zum indischen Abendessen. Ich aß Kartoffeln und Reis. Metro fahren, Seifenblasen und ein Eis auf der Wiese vorm Hotel, Fahrstuhlknöpfe drücken, baden und die Wanne wieder ganz dreckig machen…
Darüber laut kichern und schlafen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen