Sonntag, 19. Januar 2014

Rotbäckchen

Es waren einmal, in einer großen Stadt, eine mittelgroße Prinzessin, die lebte mit ihrer Mutter der Königin in eines Schlosses hohen Turm. Eines Sonntags dunklen Morgen buddelten sich die zwei Damen durch viele dicke Kissen und Decken und lächelten einander zu.
Ein paar Bücher und Kapitel später kleideten sich beide an und verschwanden in der Schlossküche.
Sie wissen ja, das Schlosspersonal hat am Wochenende immer frei, und so bereiteten sie sich ihr Frühstück selbst zu. Sie stellten goldene Teller und Tassen auf den Tisch. Legten güldene Messer und Löffel dazu und stellten die nach Sommer duftende Erdbeer/Vanille Marmelade daneben.
Goldgelb gebackene Brötchen dampften in kleinen Rauchschwaden, als sie frisch dem Ofen entnommen wurden. Lichterketten, Kerzen und schon konnte es entspannt losgehen.
da wurde geschnitten und geschmiert, gelöffelt und gekleckst, gekaut und geschmatz, geschlungen und genossen. Nebenbei schnatterten die Damen noch aufgeregt über die großartigen Dinge des Vortages, als sie Josip und seine Schwester sowie seine Eltern besuchten. Es wurde geschnattert und gepuzzelt, gegessen und gespielt. Aber ganz besonders immer wieder die neuste Minidame in der Familienrunde angschaut und stolz gehalten.

Haare kämmen, Beißerchen schrubben, dicke Hosen, Mützen, Schal, dicke Socken, Handschuh.... .
Draußen vor den Turmfenstern hingen tiefgraue Wolken, vor den Schlosstoren pfiff der Wind stürmisch einher. Sie hopsten die Treppen hinab und waren so schnell, das sie das Stufenzählen vergaßen.
Die Kutsche wartete schon und fuhr sie im schnellen Schritt durch die Stadt.


Am Eispark "Werner-Seelenbinder Sportpark" kamen die Pferde zum stehen und die zwei stiegen aus.
Sie griffen ihr Kufenschuhe und gingen flott zu den Bänken, um diese überzustreifen.
Sarah war heute das zweite mal auf Schlittschuhen und fuhr nun die nächsten anderthalb Stunden Runde um Runde gemächlich alleine ihre Eisbahnen. Der kalte Wind wirbelte an ihren Sachen und pfiff  ihnen ins Gesicht, so das sie beide sehr bald rote Nasen und Bäckchen hatten.
Unsicheres Gekicher bei wackeligen Schlenkern.

Während kurzer Päuschen stand die Prinzessin mit der Königin am Rande und beobachtete das königliche Eishockeyteam beim rasanten Spiel.
Später wärmten sich beide bei heißer Suppe oben im Turm auf, spielten Schule und lasen ein bisschen hier und da. Gerade eben sind sie wieder völlig in unzählbaren Kissen versunken.
Und wenn sie nichts anderes vorhaben sollten, gehen beide sehr bald wieder zum Schlittschuhlaufen.


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