Der Sonnenschein hatte die ersten Ferien.
Nachdem die erste Woche genauso zeitig aufgestanden werden musste wie sonst auch, da Sarah in den Hort ging, da Mama arbeiten war, gestalteten sich das Wochenende und die zweite Woche sehr, sehr entspannt.
Wir reisten an die Nordsee.
Cuxhaven.
Franzi und "Nere".
Und Sie wissen ja, wenn Engel reisen.... dann reist die Sonne mit.
Wir nahmen sie mit uns und ließen Berlin mit 8° C und in einem tiefen grau zurück.
Fünf Stunden Fahrt und wir waren schon da.
Wir warfen die Rucksäcke ab und machten uns eiligst auf den Weg um endlich das Wasser zu sehen.
Wir haben es ja dieses Jahr noch nicht vorher geschafft zu besuchen.
Meer.
Wenn man es sieht, hört und riecht, dann weiß man in tausendstel Sekunden, das man, und was man die ganze Zeit vermisst hatte.
Wir wanderten zwei Stunden im Hafen und am Wasser herum.
Guckten nach Booten, bestaunten die riesigen Frachtschiffe, verfolgten die Möwen.
Sogen die ersten Eindrücke tief in uns ein.
Und diese machten uns unheimlich froh.
Am nächste Tag starteten wir in's Klimahaus nach Bremerhaven.
Hier begannen wir mit der Reise durch verschiedene Klimazonen der Erde entlang auf dem 8°Breitengrad. Wir liefen durch die Alpen, durch Italien, legten uns bei 40°C im heißen Sand nieder, oder unter die Polarsterne, und zitterten in der Arctis zwischen Glätschern und Eismassen.
Da wir natürlich ganz gespannt waren, wie sich das denn nun mit Ebbe und Flut verhält, wurde der Wasserplan ausgespäht und am nächsten Tag ging es zum abnehmenden Wasser.
Weit liefen wir dem abziehenden Wasser hinterher. Längst zum Strand.
Jede gefundene Krabbe wurde freudig brüllend begrüßt. Muscheln und Seetang wurden gesammel, welche jtzt als schöne Erinnerung bis zum nächsten Besuch am Meer, im Badezimmer stehen.
Wir können ihnen sagen, an der Nordsee sind gelbe Muscheln in der absoluten Überzahl.
Zur Stärkung wurde sehr, sehr lecker zu Mittag gegessen.
Die Zeit verflog. Wir sammelten Steine. Pusteten Seifenblasen. Verweilten auf dem Spielplatz.
Zwischendurch stiefelten wir immer wieder mit den Gummistiefeln im Watt rum. Ganz langsam und dann plötzlich ziemlich schnell kam das Wasser zurück. Wo wir 3 Stunden vorher noch langliefen, war nun nur noch schwimmen möglich.
Fasziniert standen wir und starrten.
Den ganzen Tag verbrachten wir am Meer.
Wir bekamen königliche Frühstücke serviert und köstliches Abendessen.
Wir schnatterten, quatschten, hörten zu, lachten.
Am abend wurde Sarah wie eh und je vorgelesen.
Danke.
Die Abreise und der Abschied fielen uns sehr schwer.
Der Zug schlängelte sich durch die flache Landschaft.
5 Stunden später hatte uns unsere Stadt wieder.
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