Mittwoch, 7. August 2013

Stadt-Sommer-Leben

 Es war einmal ....
in einem nicht so fernen Land, eine Prinzessin, die lebte mit ihrer Mutter der Königin in eines Schlosses hohen Turm.
Es begab sich eines schönen Sommers, dass es tatsächlich  auch einen wunderbaren, warmen Sommer in diesem Jahr gab.
Am Sonntag stiegen die zwei Damen, nach einem goldigen Frühstück von güldenen Tellerchen, ihre 98 Stufen den Turm hinab und machten sich auf den Weg zu einem wunderbaren Ausflugsziel.
Bald darauf stürzten sie sich am Wendenschloss( welches nur 20 Minuten von ihnen entfernt ist) mit Annie und Co in die Fluten. Strandkorb, Sonnenschirm konnen ausgeliehen werden, das Meerfeeling war somit für die zwei, ab da Meermaids, perfekt.
Das Kind schwamm völlig frei meterweit, und ließ sich, wenn es sich gerade mal nicht unter Wasser am tauchen befand, von der Mama ins Wasser werfen oder sie spielten Wasserball.
Eine Entenfamilie zog immer mal wieder vorbei. Die Entenmutter holte sich bei Sarah nach und nach  eine Stärkung ab.
Am ende des Strandtages packten sie alles ein,(am Wochenende hat das Dienstpersonal ja immer frei und die beiden machen dann immer alles alleine!!) stiegen in die Kutsche und plötzlich brach ein Gewitter und Platzregen los, das die Scheibenwischer es nicht mehr schafften.
Sie schwammen also auch noch nach Hause. Im Königlichen Gebiet  war allerdings schon ab Treptow kein Tropfen gefallen und somit gondelten die beiden abends noch barfuß zum Eisladen.

Am Montag verordnete die Königin vorweislich doch nochmal einen erneuten besuch im Hort an.,
Große Unsicherheiten kamen bei der nun doch wieder kleinen Prinzessin auf.
Am Nachmittag beim neuen Schwannenseekurs gab es den traurigen Schwan mit dicken Tränen.
Niemanden von all den älteren Damen  kannte die Prinzessin hier.
Beruhigend und beistehend hielt die Königin einen Moment noch die Hand, und mit getrockneten Tränen konnte das Sonnenkind erkennen....Sie war selbst in diesem Kurs zwar die jüngst, aber erneut nicht die Kleinste!
Ein Lächeln...haben sie es eben gesehen....!?

Im Schwimmbad hatten beide freie Bahnen überall.
Alle anderen im gaaanzen Land müssen längst wieder arbeiten und in die Schule.
Nur die beiden nicht. "Gute Entscheidung, den Urlaub zu zerstückeln wie eine leckere Wassermelone im Sommer" dachte die Königin erneut.
Sarah schwomm, tauchte, rutschte, pustete, prustete, kletterte.
Neugewonnenen Freiheiten gibt sie nicht mehr auf!


 Am heutigen Morgen erwachten die zwei Damen und nahmen das Frühstück zu Bett ein.
Güldenes Toast, auf goldenen Tellerchen.
Danach machten sie sich auf den Weg zum Hand Wurst Theater am Nollendorfplatz/Winterfeldplatz.
"Der gestiefelte Kater" lief und die beiden hatten jede menge Spass. Es gab viel Gekicher und am ende einen dicken, fetten Aplause für die Darsteller.
Nebenan befindet sich ein ganz wunderbarer, sehr gut durchdachter, ideenreicher, nicht langweilig werdender Spielplatz.Anderthalb Stunden tutnte die kleine Prinzessin, die heute wieder eine große war, herum.
Danach wanderten die beiden Hand in Hand ein kleine Stück weiter, besuchten Frank und Maria, ließen sich den Pony scheiden und gingen dann zusammen zu Mittag.
Später trödelten sie noch in zwei Trödellaäden rum. Die Königin staubte ein absolutes Schnäppchen in Form eines Kerzenhalters ab und zum Dank für den entzückenden besuch bekam die Prinzessin einen Sonnenhut geschenkt.

Nach mindestens tausend, ja fast unzähligen Treppenstufen kamen sie später endlich wieder oben in ihrem Turm an. Plötzlich schien wieder ununterbrochen die Sonne.
Die kleine Prinzessin sah ein, das es Tageszeittechnisch schon zu spät war um noch ins Schwimmbad zu fahren, und ließ sich somit die Wanne voll laufen, um auf ihren täglichen Tauchgang zu gehen.
 Nach so einem Tag wäre eigentlich noch der Gang zur königlichen Eisdiele drin gewesen, aber die Zeit wurde dann lieber im Hinterhof bei Nachbarn verbracht.
Nach dem letzten Treppenaufstieg dieses Tages, wurden noch die zwei Urzeitkrebse betrachtet, untersucht und gefüttert, Erdbeeren und Tomaten gepflückt, etwas Trampolin gesprungen, gesungen und dann nur noch vor dem Ventilator mit Büchern rumgelegen.
Sommer, Urlaub, Zeit, Erkundungen.
Aufregendes. Entspannendes.
Nichts tun.
Vertrautheit.
Zweisamkeit.
Genießen.
In vollen Zügen.
Das vorerst letzte Mal.

Die Königin brachte die Prinzessin am Abend müde und glücklich ins Bett, streichlete ihren Kopf und küsste ihre Stirn.
Und wenn sie nicht noch vor dem Ventilator liegen oder noch abgetaucht sind, dann werden sie ganz sicher bald wieder ganz wunderbare Dinge erleben.

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