Sonntag, 7. April 2013
Ostertage
Ostern.
Dieses Jahr war es wie Weihnachten.
Ein bisschen verreist waren wir.
Aufs Land, um all die Lieben zu sehen.
Wir waren beim Osterfeuer. Und sind durch den Schnee gestapft, haben Osterdinge gesucht,
der Stille gelauscht, den Schneeflocken beim treiben zugeschaut.
Wir haben die Schweinchen besucht, 6 Tage alt und ein Kälbchen wenige Stunden alt.
Und die Pferde, die gleich auf uns zugestürmt kamen.
Wir waren beim melken der Kühe und Schafe dabei. Haben die Tore auf und zu gemacht, Futter gegeben, haben gezählt, angestopselt und Euter abgewischt, und mit der Hand gemolken.
Milch kommt da her wo sie her kommt und es ist aufregend uns spannend und scheint normal.
Aber sie fließt in Tanks und dann in Flaschen und die Kälbchen und Lämmer stehen alleine zwei Ställe weiter und bekommen davon nichts ab. Alles für den verkauf.
Babyschäfchen waren viele da. Vier gerade mal sechs und sieben Tage alt.
Es war kalt und schneite. Sie froren. Sarah kletterte gleich in die Box und schnappte sich eins, um es zu streicheln und zu wärmen. Wir Großen taten es ihr gleich.
Am nächsten Morgen entdeckten wir als erste eins unserer Kleinsten tot. Erforen.
Sarah begann nicht zu weinen, sondern begann sich aufzuregen, das es gemein ist die Babys ohne Mamas draußen zu lassen. Jedem neu eintreffenden Besucher erzählte sie, dass das so nicht ginge und es sei furchtbar weil es tot sein.
Wieder wärmten wir die Kleinen. Blieben länger als wir durften.
Es schneite wieder.
Nachmittag waren es nur noch 2. Furchtbar.
Wir waren so sauer und verzweifelt, das wir die beiden ins Auto laden und mitnehmen wollten.
Wir wurden beobachtet.
Nun hoffen wir, das die beiden Kleinen die letzten kalten Tage gut überstanden haben.
Sarah ging dieses Erlebnis sehr nahe. Es beschäftigt sie.
Sinn und unsinn.
Sterben.
Schneeengel.
Es waren lehrreiche und erholsame Tage.
Wir haben ein paar Menschen wiedergetroffen und das hat uns froh gemacht.
Oink.
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