Kinder.
Kinder wachsen.
Unaufhörlich.
Das bedeutet, sie wachsen.
Nicht nur körperlich.
Sondern auch auf allen anderen Ebenen.
Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wann wir zwei das letzte mal im Naturkundemuseum waren. Aber ich behaupte: Es war alles ganz anders. Gucken war angesagt. Große Augen die bei den Dinosauriern fast rausfielen, flinke Beinchen die dahin und dann dahin flitzen um alles zu beäugen.
Nun, nun ist es anders.
Das Kindchen schlendert mit fast Schuhgröße 33, langen Beinen und knapp mit Mama auf Augenhöhe bedächtig in einen Raum, guckt, schaut und will alles, ja wirklich alles vorgelesen und erklärt haben,
hält sich mit Oberflächlichkeiten gar nicht erst auf.
Versucht sich kleine Ewigkeiten an Experimentierstationen, tippt, baut und führt Gespräche mit Nebenstehenden.
Ich selbst stehe immer wieder so ein bisschen fehl am Platz danaben.
Sie braucht mich nur für die Dinge, die sie in diesem Jahr in der Schule lernen wird,z.b. das lesen und für die Begleitung.
Kinder?
Kinder wachsen.
Wachsen über sich hinaus.
Und uns.
Wir lagen eng beieinander und bestaunten die Galaxien, die Erde, die Sterne.
Brubbelten in unsere nicht vorhandenen Bärte beim zuschauen vom ausstopfen, präparieren und restaurieren von Tieren.
Wackelten durch die Einweckglaszentrale und gackerten aufgeregt wie Hühner in der Kristallabteilung.
Am schönsten sind die Topas in hellblau. Und Quarz in rosa und weiß. Und der eine schwarze war auch wunderschön.
Auf dem Heimweg liefen wir die eine Station an der Friedrichstraße, die gerade mit der U nicht zu befahren ist, da ja gebaut wird, schnatternd entlang.
Wir schauten all die Bagger und Kräne an. Guckten durch Gucklöcher, Zäune und Fenster.
In der U Bahn schauten wir vom letzten Wagon bis vor in den allerersten. Nach dem Umsteigen waren wir beide die absoluten Alleinunterhalterinnen im Abteil und sorgten für eine menge Späßchen und viele Lacher.
Hungrig wie zwei Stadtfüchse fielen wir dann über Reis/Ananas/Mango Tofu her.
98 Stufen in den goldenen Turm lagen noch vor uns, dann hatten wir es geschafft.
Wieder daheim, erstmal umfallen.
So!
Es gibt ja immer ein paar Dinge im Leben die man mal UNBEDINGT gemacht haben sollte!
Also zum Beispiel Sand essen. Oder fliegen. Oder in Berlin stehen und mit der Hand ein Taxi ranwinken, welches auch tatsächlich hält, oder einen Coffee to go probieren und täglich Waldmeistereis essen.
Erkundungen und Neues sind immer spannend und aufregend, auch wenn man manchmal danach schlauer ist. :-)
Heute:
haben wir zum allerersten mal nach fünfeinhalbjahren Berlin zusammen einen Donutladen betreten.
Und es war ein fantastisches Wunder!
Der Duft, die Auswahl, die Farben.
(der Fettgehalt wurde erfolgreich ignoriert!)
Die kleine Dame suchte sich natürlich einen Prinzessinnenkuchen aus. Ausgestattet mit allem was man sich so im zuckersüßen Hirn ausdenken kann.
Großartig.
Ihr Donut.
Meiner.
Der Ausflug.
Der Tag.
Das Wochenende.
Die Woche.
Alles.
Unser Leben.
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