Sonntag, 18. März 2012

Ganz wunderbar



Ein Samstag, der am späten Vormittag so richtig begonnen wurde.
Nach dem bestaunen der Blumen in den Balkonkästen vor
den Fenstern und dem Bienen beobachten und dem zählen der aufgeblühten
Kirschblüten an den Zweigen im Flur, verlassen sechs Beine den weißen Turm,
die fast unzähligen Stufen hopsend nehmend
Augenblicklich stehen wir in der warmen und hellen Sonne.
Neues Rad, Sonnenbrille auf und los geht's in Richtung Stadt.
Am Wildenbruchspielplatz der erste Zwischenstopp.



Nach dem schaukeln, rutschen und balancieren geht es am Ufer entlang,
Richtung Görlitzer Park. Hier warten im Bauernhof schon
all die Tiere auf uns. Das große Baumhaus wird erklommen
und in Millionen von Seifenblasen gehüllt.
Die Sonnenstrahlen schicken uns weiter durch die Strassen, Gassen,
Gässchen. Das Fahrrad fährt, rollert, kriecht, wird geschoben.




Die Oberbaumbrücke grüßt und ruft uns schon von weiten.
Wir flitzen hin und müssen nicht lange auf die Schiffe zum winken warten.
Durchschlängeln durch die Massen an der Warschauerstraße,
um dann die Revaler entlang zu schlendern.
Hier entlang. Und da entlang.


Bald stehen wir bei Betty in der guten Stube. Wir sinken und fallen auf
die großen Polstersofas und Sessel. Fenchelsuppe und Quiche
sind großartig. Danach müssen wir erstmal die Kissen zurecht
stapeln und zupfen, um die Füße zum kleinen Schläfchen hoch zu legen.
Schließlich ruf der Spielplatz am Boxhagener und da will man
doch ausgeruht ans Werk gehen.



Wir überqueren den Platz durch all die Obst und Gemüsestände,
lassen uns inmitten des warmen Sonnenballs nieder.
Lang sitzt Sarah am Eingang auf den Pforten, beobachtet all das
treiben um sie herum. Später hängt eine gestreifte Fledermaus
kopfüber an den Seilen und pfeift nach Muffins.
Groß ist die Auswahl und lang die Schlange. Doch unsere
Gedult wird belohnt. Als wir endlich in die Auslage schauen,
läuft uns augenblicklich das Wasser im Munde zusammen.
Die Augen werden größer und größer.
Welch Farben, Formen, Früchtchen.
Himbeer und Schokocake's werden auf dem nächsten Spielplatz
in der Simon Dachstr. verdrückt. Danach Spinnen beschaut,
Trampolin gehopst.



Der Rückweg schlängelt sich wieder durch Menschen, Straßen,
und Schleichwegen. Am ende des Görlizer Park haben DJ's
aufgebaut und legen coole Mugge auf. Wir verweilen, staunen
über die riesige Menschenmasse und rutschen
die Riesenrutsche hinab.Hunderte Menschen...wo ist nochmal das
Kindchen mit dem Krackauer Drachen und der roten Jacke?
Wandern. Wandern. Von einem Ort zum andern.
Der nächste Zwischenhalt ist der Burg am See Spielplatz und
von hier geht es zur Panierstraße, zur Pizzeria, später
weiter nach Hause.
Sechs müde Beine rennen für heute ein letztes mal,
sich fangend, die Treppen hinauf, so an diiiiiiiiie, hm, tausend Stufen.
Umfallen. In die Betten. Augenblicklich einschlafend.
Wir lieben diese Tage. Und endlich geht es damit wieder los.

Am sonntäglichen Morgen verputzte der Sonnenschein recht flott
ihr Frühstücksmenü, um dann freiwillig den Abwasch zu erledigen.
Später wurde gepuppt, gelesen, gemalt, mit Window colours Osterbilder
gezaubert, mit Perlen bestimm zwei Stunden ganz geduldig und ganz
allein ein Rahmen erstellt, aufgeräumt.
Beim Abendessen bekam es die größere Dame etwas mit der Angst zu tun.
Das Kindchen aß anderthalb Toast und Gurke und war in Windeseile fertig.
Und dann wird sich Sarah wohl bettfertig machen und
ihre Findus und Peterson Mc anschmeißen,
um mit den beiden in's Reich der Träume und Erholung zu entschwinden.

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