Nichts tun, und....nichts tun....
dazwischen: kneten, schaukeln, essen.
Ein bisschen in der Plansche mit "den" anderen zusammen sein.
Und heute vor einer Woche:
Die Augen schlagen wir beide zeitgleich auf. Es ist hell, sonnig und warm.
Beim Frühstück wird gekichert, die vorbeifahrenden Schiffe gezählt,
Aufmerksamkeiten dem wanken unseres Piratenboots geschenkt.
Ja, sogar die Gardienen und mein Saft wackeln und schwanken!,
und ganz nebenbei haben wir die zarten....watteweichen...Superbrötchen genossen.
Die nächste Fähre kommt in 8 Minuten. Zeit, in der ich das U-Boot im Wasser genauer angucken kann, einen Piratenkopf erkenne und mit einem Stock im Wasser rum piekse.
Ich mag die Fahrten mit der Fähre gern. Der Wind läßt die Haare so schön flattern.
Die Wellen zerschlagen und werden zu Schaum. Möwen begleiten uns.
Wir biegen heute in die andere Richtung ab, Piet Heinkade.
Der Osten der Stadt zieht uns an.
Die Sonne scheint, ein Windchen weht. Wir scherzen miteinander.
Wir begucken uns das große Musikzentrum-Hall, kommen am Scheepvaartmuseum und dem Nemo vorbei. Entdecken eine Windmühle, mitten in der Stadt. Das Schifffahrtshaus gleich nebenan, man läuft einfach nur und alles fällt mir in den Schoß.
In einer stillen Seitengasse entdecke ich ein schlafende Katze. Meine Begleitung hält sofort an und ich kann gucken gehen. Hand in Hand laufen wir weiter.
Stehen auch schon vor dem Joods Museum, der Portugisichen Israelischen Synagoge,
laufen über die Amstel und stehen am Rembrandthaus.
Hier gibt es eine kleine Wasserstelle, ich eile sofort zu ihr hin, reiße mir die Schuhe ab,
quäle mich aus den Socken und plansche sogleich drauf los.
Herrlich. Wir verweilen, wir haben Ziet. Viel Zeit, das macht mich froh.
Denn Wasser ist bei dem Wetter ja immer ein kleiner Pausenbringer.
Langsam bekomme ich hunger und nängele rum. Ich mag heut keine Nudeln,
ich hab Lust auf Reis. Soll die Dame neben mir zusehen wie sie dazu kommt.
Die Piratenlady neben mir hat seit heute keinen Stadtplan mehr dabei und kennt sich trotzdem bestens aus in den Gassen von Amsterdam, weiß noch in etwa wo sie wann was gesehen und gelesen hatte.
Und: tatsächlich, sie kann zaubern! Denn 20 Minuten später werden uns in Chinatown Suppe, Gemüse und Reis serviert. Ich probiere die Stäbchen aus, das dauert mir jedoch zu lang.....
wozu gibt es die großen Suppenlöffel!
Danach bin ich müdchen, lasse mich schieben.
Aber ha.... das Schloss kenn ich doch. Hibbelig ruschte ich im Wagen hin und her, will raus und laufe voraus, um die Ecke.
Jaaaaaa. Das Wasserbecken und der Spielplatz, die Wiese. Woher wußte die Frau neben mir nur, das ich genau das im Kopf hatte? Ich nehme alles in beschlag. Natürlich gleichzeitg.
Die Skateboardrampe nehm ich mit etwas Anlauf ein. Ich bin ganz alleine hier und versuche die Rampen hochzurennen. Die kleinen sind ja einfach, aber die großen. Ich nehme anlauf und schaffe es, ruhe kurz aus und rutsche dann elegant hinunter. Es gesellen sich mehr und mehr Kids zu mir. Wir alle klettern und rutschen zusammen. Lachen, prusten und helfen einander. Ein Kauderwelsch aus deutsch, englisch. holländisch, skandinavisch und sonst noch was. Keiner versteh was, aber alle verstehen sich.
Wenig später sitze ich am Beckenrand, um die großen Blasen an den Füßen im Wasser zu kühlen.
Ich wandere zur Wiese und mache Seifenblasen. Mein Urlaubsschatten folgt mir, schmeißt sich in das Grün und schlägt die Augen nieder. Ich laß mich anstecken,
verkrieche mich im Wagen und döse.
Durch die kleine Lucke hier drinnen kann man ganz gut raus schauen.
Ich sehe, da hat jemand Eis. Ich brauch jetzt auch eins und die Rumliegende vor meinem Buggy sicher einen Kaffee.Merken sie sich: Küsse können überzeugen!
Einen Riesenbecher mit Erdbeeren bekomme ich.
Die Aufgeweckte schlürft Koooffä und bestellt sich den bei Amsterdamreisen dringend empfohlenen Apfelkuchen. Mein Eis ist grandios, aber der Kuchen mit Schlagroom wird äußerst kritisch unter die Gabel genommen und hat schon nach dem ersten Happen gewonnen.
Sowas haben sie wahrlich noch NIE gegessen! Grandios..
Spielplatz, Wasser,Spielplatz, Wasser.... der Tag verrinnt, wie alles Schönste.
Auf dem Rückweg erschnuppere ich Käse. Und Blumen. Grachtenwasser.
Am großen Hafen beginne ich die geparkten Fahrräder zu zählen.
Es ist keine einfache Sache..... es müssen Millionen sein.
Ich bin unglaublich beeindruckt. Die Frau neben mir ebenfalls.
Wir besorgen unser Abendessen, lassen uns mit "vom Winde verwehten Haaren" übersetzen, betreten das Schiff und ein mega Regenschauer setzt plötzlich ein.
Glück uns wohl beschert! Königlich das Piratenleben!
Im Zimmer stürzt sich die immer mega korrekte Frau auf das von der Bordcrew pingelig gemachte Bett, zerwühlt es, schmeißt Kissen, hopst darauf rum ,fängt an mitten in der Kajüte Seifenblasen zu machen. Ich bin irritiert....... das darf man doch nicht.....
Oder?!?
Zwei kreischende Piratenweiber drehen auf halbhoher See jetzt aber komplett frei!
Wir dürfen das!
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