Samstag, 16. April 2011

Dies und so einiges noch

Spielplatzbesuch am Vormittag. Am Mittag. Und nochmal am Nachmittag. In der Sonne sitzen, oder unter den Wolken. Klettern, rutschen, die Pfähle entlang hopsen, Buch lesen oder vorlesen lassen, Seifenblasen machen, Erdbeeren und Melone schnappern, Eis löffeln. Ganz entspannt und kuschelnd zwei Damen am heutigen Tage.

Und vor fast einer Woche?
Na dieses:

Wenn Ihnen das hier zu schnell geht, klicken sie unter den Bildern "View all images" an und Sie können ganz langsam im eigenen Tempo schauen. :-)





Nehmen sie eine Landkarte, ein Lineal und einen Stift und verbinden sie gaaanz waagerecht beide Punkte von B nach H, dann wissen sie wo wir waren!

Ein Zug fuhr am Samstagvormittag von Berlin nach Hannover. Und wir saßen in ihm.

Aufregend unsere Stadt aus einer Perspektive anzuschauen, aus der wir sie so noch nicht gesehen haben. Häuser, Fabrikgelände, Wasser, Graffiti. Später felder, Wiesen, Wälder. Knapp zwei Stunden und schon waren wir am. Ziel.

Während der Fahrt freundete sich Sarah gleich mit ihrem Tischgegenüber an. Der war Tierarzt, erklärte seine Fachliteratur und erzählte von seinem 8 Wochen alten Baby, wegen dem er gerade jeden Tag zwischen Hannover und Berlin pendelte. Das fand Sarah stark.

Hannover, knapp eine halbe Mille Einwohner, mit grünen Straßenbahnen, nicht zu hohen Häusern, so das wir den Himmel noch sehen konnten und dem größten Stadtpark Europas.

Am Bahnhof wurden wir von den 3 Hansels herzlichst in Empfang genommen. Die Großen schnatterten gleich drauf los, die zwei kleinen Damen brauchten ganze 80 Sekunden um„auf ihrem Freundschaftslevel“ einzusteigen, zu kichern und zu schnattern.

Mit der Straßenbahn ging es erstmal zur Gastwohnung, um den riesigen Rucksack abzuwerfen, auszuruhen und alles zu begucken.

Nach wenigen Stationen waren wir auch schon da. Sogleich wurde alles inspiziert…und für sehr gut empfunden. Die zwei Kleinsten verzogen sich zum spielen in Anna Luna’s Zimmer, die 3 Großen saßen entspannt in der Sonne.

Es dauerte nicht lang, und wir bekamen große Lust die Stadt etwas näher kennen zu lernen. Und wie ließe sich das einfacher gestalten, wenn nicht mit kleinen Rundfahrten, Spatziergängen,Spielplatzbesuchen und so einigen Eiskugeln.

Später sang Martin „lustige“ Lieder, die Fußballmannschaft der Familie und der Stadt, enn Hannover 96 hatte gewonnen….. es handelt sich hierbei nämlich um eine begeisterte Anhänger Familie.

Irgendwann am Abend lagen 3 Damen oben im Bett, blätterten ein dickes Gute Nacht Buch durch und ließen sich ganz still vorlesen. Und dann: schliefen zwei müde Mäuse ein. Noch später schliefen fünf.

Großartiges, lang ausgedehntes Frühstück am nächsten morgen. Zur Stärkung, um dann die Stadt so richtig per Rad zu erkunden.

Das Wetter war grandios. Drei Räder radelten durch den Frühling, zwei Kinder in einem Anhänger hinter her. In Hannover gibt es eine tolle Sache. Den „Roten Faden“. Der ist ganz wirklich auf den Boden gezeichnet und zieht sich durch die ganze Stadt, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten, Denkmälern, schönen Plätzen.

Die elegante Luise, die Oper, das Denkmal für die ermordeten Jüdinnen und Juden, Georgenstrasse, Aegidientor, Aegidienkirche (hier läuten die Glocken für die Partnerstadt Hiroshima), vorbei am KUBUS- dem Kunstwürfel, vorbei an der VHS bis hin zum Rathaus, vor dem ein Bogenschütze steht, der gaaanz genau auf das Büro des Bürgermeisters zielt.

An den Spielplätzen machten wir natürlich immer halt. Da gab es Tee und Schnittchen.

Zum Beispiel am Maschteich. Hier gab es einen recht neuen Spielplatz. Allerdings war Sarah müde, das sie nach einer Quängelei ein bisschen ruhte. Nach wenigen Metern war auch schon der Maschesee erreicht, an dem sich jede Menge Menschen zum Sonnenbaden und Eis essen trafen. Von hier aus gab es einen Blick auf das Stadion und das (ganz weit hinten) Strandbad.

Karpfen wurden beguckt, geschnattert, gekichert.

Auf dem Rückweg schlummerten zwei Kindchen ihre Müdigkeit weg, während wir mitten auf der Straße (Es werden an den Wochenenden einige große Straßen, sogar Landstraßen, gesperrt, die nur von Radlern, Skatern und Fußgängern genutzt werden dürfen.) durch den großen Wald radelten.

Im Garten wurde gerutscht und gebuddelt, gesonnt und ausgeruht bis zum mega leckeren Abendessen. Müde fielen die Kindlein in ihre Bettchen und in der Küche wurde, wie schon am Abend davor, geKniffelt was das zeug hielt. Gesine hält den Rekord, bei der „Spinnenverteilung zog eine Dame die Nase kraus. J

Ein tolles, abwechslungsreiches Frühstück gab es auch an diesem Tag. Der Blick in die Butterdose ließ sooo einiges vermuten, es ging also dem Ende zu!!!! Ein Messerstreich war da kaum sichtbar noch drin..... .Nach dem Frühstück ging es gleich noch mal raus in den Wald. Die beiden Mädchen gondelten mit ihren eigenen Rädern rum, es wurde Bärlauch gepflückt, ein Spielplatz besucht.

Hier begegneten wir den Fußballern von Hannover 96, die an uns vorbeieilten.

Rucksack packen, noch mal alles abgehen und wehmütig die Tür ins Schloss fallen lassen.

In der City wurde ein gaaanz toller Spieleladen besucht, um ein Mitbringsel zu kaufen, ein Pixibuch fand Sarah gerade richtig, und lecker schmecker Mittag gegessen.

Dann war es auch schon so weit: Verabschieden!

Drücken und drücken und drücken.

Wir guckten so lange hinterher, bis „unsere Hannoveraner“ nicht mehr zu sehen waren und stiegen dann zu unserem IC Gleis hoch.

Ein bisschen spannend wurde es dann noch mal, da es eine Durchsage gab, da die keiner verstand, die Anzeigetafel sich nicht änderte und Mama alle Anwesenden in den Wahnsinn trieb, da sie behauptete, sie hätte gehört der Zug führe von einem anderen Gleis ab.

Alle rannten durcheinander und am Ende stand die ganze Meute an einem anderen Ort, an dem der gebrauchte Zug soeben einfuhr.

Wir kamen da an wo wir abgefahren waren. Eine Taxifahrt und mehrere Treppenstufen später

Waren wir wieder Daheim.

Schöööön war’s. Danke, danke, danke.

3 Kommentare:

  1. Wow - was für eine grandiose und tolle Reisebeschreibung. Danke, dass Ihr uns besucht habt! ;o)
    Sonnige Grüße aus Hannover!

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  2. der brandenburger aus'm sauerland19. April 2011 um 04:19

    verdammt! hätt ich gewußt das ihr in hannover wart, wären wir mal vorbeigekommen. is ja nich so weit weg von bielefeld. dann hätten wir mal hier (http://www.lovinghut.de/hannover/index.html) essen gehen können. die waren auf dem veganen weihnachtsmarkt und das war ziemlich lecker. naja, dann eben das nächste mal ;-)

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  3. Och och och och och.......
    Verdammt!
    Wenn wir das doch nur geahnt hätten.
    Vielleicht werfen wir ja "paar Augen aufeinander" an Ostern. :-)

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