Donnerstag, 18. Juni 2009

Nachgedachtes

immer wieder ist hier und da zu vernehmen „kinder hätten von 2 bis 3

eine trotzphase.

kinder wären dann „trotzig“, „bockig“. hm, schwierig denke ich mir

immer wieder, ein besseres wort dafür fällt mir lange nicht ein.

mittleidig oder abfällig die blicke der vorübergehenden „mit“menschen,

wenn kind sich lautstark im dreck wälzt,

natürlich gleich neben der hundescheiße.

eigentlich ein doofes wort für unser „miteinander“.

nachgedacht habe ich lange darüber und fand „trotzig“ immer noch blöd.


gefühlsausbruch trifft es her, wenn die kleine ausfflippt.

allerdings ist das keine absicht, sondern ein

„nicht wissen wie ich mich jetzt grad verhalten und verständlich machen soll!“.

finde ich zumindest.

noch ist mein kind nicht in der lage mich mit absicht zu ärgern, quer zu schlagen.

beim beobachten hatte ich öfter das gefühl, sie wäre empört über dies oder jenes,

weil es so ist wie es ist, weil sie es doch eben anders machen wollte.

der grund des nicht dürfens lag ihr nicht so schnell nahe, wie mir selbst.

und dann fand ich trotzig noch blöder.


seit einer weile haben wir somit „unsere meinungsverschiedenheiten“.

denn ich kann keinen trotz in sarah’s augen sehen,

wenn sie sich auf den boden schmeißt, brüllt, versucht mit aller macht

vielleicht wenigstens doch eine halbe träne herauszuquetschen.

ich sehe eher ein kind, dass verzweifelt ist, weil es doch lieber jetzt gleich

ein eis essen mag und nicht erst nach dem langweiligen einkauf.

ein kind, welches lieber sandalen tragen möchte, im regen natürlich, als die doofen schnürschuh.

ein kind, dass noch nicht aus der wanne und ins bett gehen mag,

vor dem abendessen gummibärchen essen möchte, in der wohnung buddeln will,

sich mit dem stift das gesicht bemalen mag, da das blatt papier auf dauer langweilig ist,

10 minuten hände waschen einfach nicht ausreichend sind . . . . . .

und sie einfach nicht meiner meinung ist.


ich lass sie nun dann da einfach so liegen, mische mich nicht ein, sage nichts,

bis sie nicht mehr ganz so verzweifelt über ihre eben bestehende lebenssituation ist.

zuhören kann sie eben eh nicht. und ich mag nicht laut reden.

ich warte, und warte, einfach so. und dann, erkläre ich ihr dass wir eine

meinungsverschiedenheit hätten.

warum sie das will und ich das. warum ihre idee nicht schlechter ist als die meine,

aber meine doch ein bisschen durchdachter, zumindest finde ich das.

umarmen und lieb haben. war das ein lächeln?

ihr grinsen fällt dann schon noch schwer, denn wirklich zuzugeben das es doof ist

mit einem eis ins kaufland zu gehen ist schon eine große sache,

weil eigentlich könnte man ja, wenn die das nicht verbieten würden…oder?

3 Kommentare:

Jane hat gesagt…

...Hallo ihr lieben,

ja super,endlich erklärt mal einer die genauen Umstände und den Zusammenhang,wie es zu so einer "Meinungsverschiedenheit"kommt-ich mußte soooo schmunzeln,denn genau so,wie Du es schreibst ist es!!!Und nun hier bei uns -alles mal 2!!Ach,und es ist trotzdem soooo schön!!!Seid lieb gegrüßt!!Jane

de mandy hat gesagt…

also meine liebe, schöner hätt ich das auch nicht sagen können und ich stimme dir voll und ganz zu!!! da bin ich schon gespannt, wie es hier näxte woche so aussieht. ich glaube, 2 kleine werden sich einig sein, 2 große eben so, nur alle zusammen wohl nicht ;-) freuen uns auf euren besuch!!!

die süßen hat gesagt…

@jane:
hm... manchmal hat man ja zeit einfach nur mal zu beobachten.und da fallen dann manchmal "komische" dinge auf, die unbedingt überdacht werden sollten, weil es immer mehrere wege gibt zu vermitteln, zu begreifen.

@mandy:
jaaaaaaa, wir koommmeeeennnn.
macht euch mal frisch, 2 berliner unterwegs. na das wird ja hoffendlich nicht wieder so ein "spass" wie beim letzten treffen!!!! :-)))