Samstag, 28. März 2009

es war einmal. . .




es waren einmal eine königin und eine kleine prinzessin.

sie lebten in einem hohen turm, in ihrem weiten, großen königreich.

es begab sich nun an einem samstag, dass gegen sieben uhr am morgen beide ihre augen

aufschlugen und sich königlich anstrahlten.


das frühstück dauerte eine ewigkeit, die kleine prinzessin beschmierte über eine stunde

ihr toast mit butter, marmlade, „hoonich“. der güldene teller quoll über und über von marmelade. die goldene butter lag zum schluß erstochen da.

danach pellte die kleine dame ein verzaubertes ei ab, welches weiße streifen trug, sonst aber braun gefärbt war. der osterhase hatte es vorbei gebracht.


dann ging es ans putzen und aufräumen. das haushaltspersonal, nebst dienerschaft hatte heute frei und so mussten beide alle dinge selbst erledigen.

fegen, wischen, wäsche waschen, abwaschen, blumen gießen. . . .. .


nach der getanen arbeit zogen sich beide ihre mäntel an und mischten sich ein wenig unter das volk.

da wurde den bürgersteig lang gerannt, rolltreppe gefahren, frühjahrsblüher bestaunt.

als sie im einkaufstempel ankamen fiel der königin ein, dass es an der zeit sein müsste, die neuste „darby“ -kollektion erwerben zu können.

und so war es dann auch.

die kleine prinzessin quietschte vor vergnügen, als sie das rothaarige mädchen da so stehen sah.

stolz trug sie diese „großartigkeit“ vor sich her, geradezu majestätisch, richtung kasse. legte es dort bei der dame ab und durfte sogar selbst mit talern bezahlen. ach war das aufregend.

die tüte mit dem erworbeben trug sie dann ganz großartig durch die gänge.


am eisstand gab es noch mal einen stopp. die königin nahm ein erdbeereis, die kleine prinzessin verlangte selbstverständlich die neuste sorte „vanille-mandeleis mit honig“.

ganz prinzessinen-like kleckerte die kleine dame nur einmal.

zurück ging es auf den schultern der königin, deren weißer mantel war dann über und über mit dreck beschmiert.


mittagessen, erbsen und kartoffelbrei, aus goldenen schalen, mit goldenen löffeln.

eingeweckte erdbeeren rundeten alles zum schluss ab.

ein königlicher mittagschlaf war dann angesagt.


da in der lutherkirche heute flohmarkt war, verließen die beiden noch einmal ihren hohen turm, um in diesen räumen hin und her zu flanieren, creps zu essen und nach schnäppchen ausschau zu halten.

danach schlenderten sie zum spielplatz, zum rutschten, schaukelten und klettern.

auf dem rückweg zum schloss fanden sie abgeschnittene zweige. ach da freuten sich die beiden gar sehr, denn sie wollten ja noch mehr ostereier bemalen und die mussten ja dann irgendwo aufgehangen werden.

ein letztes mal an diesem tag stiegen die königin und ihre kleine prinzessin die wendeltreppenstufen zu ihrem turm hinauf. die königin allerdings schnaufte im zweiten stockwerk schon so doll, dass die kleine prinzessin zur unterstützung ab dem dritten ganz laut mit schnaufte.


ein wenig später wurde dann an den ostereiern gewerkelt. es wurde gerollt und gestrichen,

getupft und gepiekst, geschmirgelt und geschmiert.

am ende war alles nur noch bunt, auch der boden, die sachen, ja selbst die haare.

die königin ließ der prinzessin schnell ein bad in der goldenen badewanne ein.

bunte haarwäsche, eine froschsprudelkugel, sowie ein knisterbad rundeten diesen waschgang ab.

und am ende des tages schlummerte die kleine prinzessin im himmelbett und träumte von vielen bunten farben.

2 Kommentare:

das pip sacht : hat gesagt…

schade... hab gedacht die farbe kommt an die wände :-D

die süßen hat gesagt…

naja, zumindest tapete war es ja, die farbe ab bekam.
und ich muss sagen, es macht viel spass in dieses glibberige zeugs zu grabschen und dann zu verschmieren..........