mit einem gekonnten halbkreis, a'la karatekick, des linken beines,
schwingt sich das kind auf ihr „mootad“.
die mütze mit der bommel verwandelt sich augenblicklich
in einen feschen helm.
richtig hin setzen und schon schubbst sie sich mit beiden beinen
gleichzeitig ab, kommt so in schwung,
bewegt so dieses rote gefährt.
das kleine kopfsteinflaster schüttelt sie ein wenig durch.
ein mann kommt entgegen, sie sagt strahlend:“ hallo“ und „mootad faaan!“
er strahlt zurück, läuft weiter.
sie legt den rückwärtsgang ein, dreht um, ruft hinterer“ a maaaan. haaalloooo.“
er bleibt stehen, dreht sich um, kommt zurück.
und plötzlich plauschen sie ein wenig.
so ein kleines“ hin und her“.
verabschieden und er verschwindet ein paar eingänge weiter im hof,
und sie, sie dreht um und steuert auf einen hundehaufen frontal drauf zu.
gekonnt lenkt sie daran vorbei, um dann abzusteigen, in die knie zu gehen,
die hände auf die oberschenkel zu stützen
und lauthals ein „iiiiiihhhh!!!!“ von sich zu geben.
große augen, sehr große entrüstete augen! und ……….gekicher.
„hunseessiiii“ oder so was ähnlich kommt entrüstet aus ihrem mund.
die augen allerdings glänzen, strahlen……. faszinierend, anscheinend wirklich alles,
selbst das ist aufregend im leben dieser kleinen/großen person.
sie steigt wieder auf ihr rotes gefährt.
die großen pflastersteine schütteln sie nun aber gehörig durch.
in ihrem gesicht tauchen auf der stirn falten auf, sie kneift die augen ein wenig zusammen.
Es scheint anstrengend zu sein. das passt ihr gar nicht in den kram.
schieben lassen wird mit einem gekreischten „neeeeeiiiiiiiin!!!!!!!!!!!“ abgelehnt.
sie probiert.
dann schubst sie sich abwechseln mit den beinen ab. links, rechts, links, recht.
so geht es besser und schneller.
am grauen haus, hier läuft sie sonst immer über die gitter der kellerfenster,
heute muss das motorad da irgendwie nah ran und drüber.
gemecker und geschüttel.
und schon wieder einige hundehaufen mit diesem unglaublich,
aufgeregten bemerken, analysieren und lauthalsen bewerten.
ein pärchen bleibt stehen, guckt zu, kichert.
an der ecke, die mit dem orangen papierkorb,
fährt sie schon automatisch nach rechts weg.
hier ist der weg mit platten ausgelegt, hier bekommt sie richtig tempo,
hier fängt sie regelrecht an zu rasen!
der spielplatz ist nicht mehr fern, an der ersten zaunlatte steigt sie ab,
lässt alles stehen und liegen. „schaukeeee.“
nachdem sie sich erklären ließ, dass man das motorad nicht einfach so stehen lasse,
da es sich sonst schnell vermehre und ja nicht drei,
sondern nur eins gebraucht werde,
geht sie zurück und klemmt es sich unter den arm.
ein umständliches vorwärtslaufen beginnt.
eine frau mit zwei kindern auf dem spielplatz bricht in schallendes gelächter aus.
nach dem verweis, sie könne ja auch fahren, das kleine stück
und müsse sich nicht so abmühen, sitzt sie noch mal auf und fährt bis vor die bank.
dann stürzt sie richtung sand, schaukeln und rutsche.
auf dem rückweg, stellen sie sich die entrüstung nur mal vor….
da lagen tatsächlich immer noch hundehaufen da und vor allem vor ihrer tür ein neuer.
freudestrahlend verkündet sie ein brüllendes „iiiihhhhhh“,
um dann im hausflur zu verschwinden,
die katzen im hinterhof zu suchen,
und dann die vielen stufen in den hohen schlossturm hochzusteigen.
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