Dienstag, 27. Januar 2009

farbexperimente

der pinsel verschwindet im lila farbtopf. sie rührt mit einer kraft,

dass man angst haben muss,

sie zerbreche gleich den holzschaft des pinsels.

mit einem sehr konzentrierten blick steuert sie nun auf den gelben farbtopf zu.

der pinsel versinkt, das gelb ertrinkt augenblicklich im dunkel der vorangegangenen farbe.

von da wandert das borstenteil noch zu rot und grün,

um dann kurz auf dem papier zwischengelagert zu werden,

ein paar striche werden gezogen, punkte gemacht.

im weißen becher, gefüllt mit wasser, wird der farbüberträger krätig ausgespült,

das wasser platscht heraus, landet auf tisch und papier.

sie legt den pinsel beiseite, patscht ihre hand auf das nasse papier.

kleine tropfen spritzen. sie lacht amüsiert.

ihr blick bedeutet soviel wie“ na mal gucken,

wie weit ich jetzt gehen darf. . .!“

kleine finger greifen in die farbnäpfchen, pieken tief hinein,

rühren darin rum.

ein vorsichtiger blick zu meinem gesicht.

schnell wieder weg gucken.

nun die bunten hände grabschend auf dem papier platzieren.

schmieren, wischen, hauen, klatschen, krallen.

es macht ihr sichtlich freude, das manschen.

manschen, ja und auch noch mit farbe. der wahnsinn scheint ausgebrochen.

ich nehme ihre rechte hand und bemale sie mit der roten farbe.

sie schaut etwas unsicher,

so als frage sie, ob man das denn dürfe,

also als mama, so hände bemalen und manschen.

nun drücke ich ihre hand auf ein neues stück weißes papier.

ein abdruck wird schnell sichtbar.

freudig kreischt sie „haaandd! haaaandd!“

ewigkeiten werden die hände nun im wechsel bemalt

und von der kleinen dame knallend auf dem papier platziert.

irgendwann, händewaschen, aufräumen.

bald wieder!

hoffentlich.

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