kinderlieder dudeln aus dem kassettenrecorder.
es ist sonst so unglaublich still im kinderzimmer.
mit dem weisen wissen,dass diese stille meist kein gutes zeichen ist,schleiche ich aus der küche durch den flur.
langsam nähere ich mich dem türrahmen mit einem mullmigen gefühl im bauch.
was erwartet mich da gleich um die ecke?
mein kleines spiele-unsinn-monsterlein inmitten von bergen schwarzer blumenerde, abgerissener blütenköpfe, ausgeräumter kleiderschränke, stehend auf dem tisch ???
fast lautlos spähe ich um den türrahmen .........
minuten später.
ich verharre noch immer in dieser äußerst unbequemen position, um das kind ja nicht im versunkenen spiel zu stören.
sie sitzt vor ihrem spielzeugschrank, blättert in verschiedenen büchern, zählt ein paar entdeckte dinge auf.
redet mit sich selber. die locken wackeln wenn sie den kopf bewegt.
die augen suchen, untersuchen, entdecken.
sie blättert und blättert und blättert.
keine ahnung, die zeit schien still zu stehen, eine kleine ewigkeit dieses allerliebste schauspiel.
dann, sie schaut sich ein wenig um. entdeckt mich im türrahmen.
stahlt.
trappst auf mich zu, streckt die arme entgegen und macht den kleinen mund ganz spitz.
ein kuss.
"na danke.du bist aber lieb!"
noch ein kuss.
grinsen. sie.
ich koche kaffee, hole kekse, schokolade, saft und eine banane.
wir sitzen an ihrem minitisch auf den ministühlen und trinken zu kaffee.
sie futtert "nanane" , läuft durchs zimmer, läßt sich ein indianermärchen vorlesen.
die stunden scheinen zu verfliegen.
wir sitzen wie "die alten"am tisch, auf dem boden, im zelt, schnatternd.
es ist ganz wunderbar.
es ist glücklich sein.
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