Sonntag, 15. April 2012

Kleine Ostern



Es war einmal in einem fernen Land, in einem riesigen Schloss mit
einem hohen Turm eine mittelgroße Prinzessin und eine Königin.
Es begab sich an eines Sonntagsmorgen, nach halb durchwachter Nacht,
dass gegen sieben Uhr zwei noch müde Damen die Äuglein aufschlugen.
Sie blinzelten vorsichtig aus dem Fenster, befanden das Wetter und
den Tag viel grau und zogen sich nochmal für fünf Minuten
die Decken über die Köpfe.

Zum Frühstück warf der Osterhase zum "Kleine Ostern" nochmal
genau zwei ganz braune Zwiebeleier mit weißen Streifen ab und
die schmeckten ja vortrefflich zu goldenem Toast mit güldenem
Honig und der neuerdings beliebten Rapunzel Tonka Creme.
"Mama...wie kommt die Creme ins Glas? Was ist noch im Quark?
Zeitungen sind aus Papier, aber das Schwarze, was ist das?
Was ist denn nun schuld das die Dinos weg waren, ein "Metornit"
oder Eis? Und können wir mal zu den Urmenschen gehen,
ich will wissen wie ich vor mir aussah!:-D . . . .

Danach erledigten die zwei Schlosschefinnen dies und das.
Schließlich handelte es sich ja um einen Sonntag, und da war
der Dienstpersonal ja nie zugegen!
Fegen, putzen, abnehmen, wischen, legen waren angesagt.
Nach getaner Arbeit blickten sie wieder gen Himmel und sahen:
Nichts.
"Hm. So ganz anders als gestern!" beschwerte sich die Prinzessin
und wanderte in ihren eigenen Schlosssaal, um mit dem Puppenhaus,
den Pferden und all den Legofiguren zu spielen.
Danach wurde ausgiebig gemalt, gepuzzelt und vorgelesen und vor
allem ganze Stunden mit dem Würfelspiel um die farbigen Steinchen gekämpft.
Sie brachten es auf einen absoluten Gleichstand.


Zum Mittagessen wünschte sich Sarah goldgelbe Spaghetti.
Dazu wurde frischer Spinat gereicht.
Drehen, drehen, die Gabel hinlegen, in den Mund, Spaghetti sind gesund!
Himbeeren-Wettessen.
So dermaßen vollgefuttert konnten sich die beiden kaum noch
bewegen, also rollten sie sich in den großen Saal hinüber.
Hier packten sie einen gänzlich weißen Regenschirm aus.
Kleine Farbnäpfen, Pinsel.
Fast anderthalb Stunden hockten, lagen, gluckten und saßen die
zwei Damen nun auf dem Boden und bemalten den "eigenen Regenschirm".
Die mittelgroße Prinzessin tat das mit einer Inbrunst und Sorgfalt,
so das der Schirm nun vermutlich der Allerallerschönste ist.

Später, im großen Meeresraum, schwamm die Prinzessin im endlosen
(heute Himbeerrot) Wasser hin und her. Hin und her.
Und verursachte eine ziemlichen Wellengang.
Später: Tauchversuche mit Brille und Strohhalm.

Eingemurmelt auf dem Sofa blätterten beide eng aneinandergerückt
noch in dicken und dünnen Büchern. Bibi und dieses blaue Schwein.
Zig kleine Blumenlampen und ein großer Stern begannen zu leuchten,
als die Prinzessin in ihr Himmelbett stieg und zu Lauras Stern sanft
einschlummerte.
Die Königin indes öffnete die Fenster und sagte viele Regengedichte
und Schwüre auf, damit das Sonnenkind morgen früh mit dem
schönen Regenschirm in die Welt ziehen konnte.





1 Kommentar: