Ein am Vortag voll gestopftes Auto, welches ganz brav auf zwei Stadtmietzen wartete,die eben die Treppen runterjagen, ganz aufgeregt auf die bevorstehende Reise. Tanken, ein Crossant für das Kind, noch einmal „Appp“ auf’s Klo und schon den Columbiadamm entlang gebraust. 11 Minuten auf der Autobahn und…..der erste Stau….. . Bloß gut das Bücher und Hörkassetten reichlich an Bord sind. Das erste Knabberzeugs wird geöffnet. Fahn fahn fahn auf der Autobahn…… .
Langsam verändert sich die Landschaft, die Häuser. Nur die herbstlich roten und gelben Farben der Bäume, die braunen Maisfelder bleiben gleich.Rostock.Und plötzlich unbekannte Straßenschilder, komische Tafeln. Schranken und Stopp. Wie? Was? Warum? Ääähhh!? Ah….aaahhhhh…… !!!! Wie aufregend! Wir dürfen hier weiter, wenn wir Geld in den großen Beutel einwerfen. Na dann, bling bling.
Es ist da! Es ist da!!! Es hat natürlich nur auf uns gewartet! Wir stehen und starren in diese Weite. Hören nur noch rauschen und Stille. Es ist ganz wunderbar.
Wenig später halten wir die ersten gesammelten Muscheln und Steine in den Händen, lassen sie in Hosen und Jackentaschen gleiten. Mitbringsel. Windig ist es, nein stürmisch. Wir kommen kaum vorwärts. Ein wenig ausruhen, im unendlich weichen Sand sitzen, die Finger darin vergrabend.
Zum Abendessen gehen wir aus. Das Kind bestellt natürlich Fisch und schlingt diesen genüsslich hinunter. Zusammen fallen wir ins große Bett.
Frühstücken, am Strand wandern, durch Gassen huschen, gucken, schauen, erkunden. Die Möwen hier sind viel größer und sehen anders aus, als die auf Usedom oder in Amsterdam. Sie sind groß und dick und heißen hier "Raubmöwen". Selbst unsere Eisbecher müssen wir vor ihnen beschützen!!! Eine Frau wagt sich in die rauschenden Wogen bei diesen Temperaturen. Noch mehr Muscheln und Steine sammeln, Meerestang. Blau, blaugrau, soweit das Auge reicht. Salzluft in der Nase. Salz auf den Lippen.
Das Wetter ist mild. Windstill. Sonnig. Warm. Nur für uns. Wir brauchen das jetzt.
Wir loggen uns im Neptun Hotel für "SPA" ein, gehen schwimmen, planschen und haben von hier oben einen fantastischen Blick auf die Stadt, den Strand und das Meer. Der Sonnenschein aalt sich in der 60°C Sauna, liegt rum oder blättert Zeitung, mag da gar nicht mehr raus. Wir sehen dem Sonnenuntergang zu. Gelassenheit und Ruhe.
Daheim wird das neu gekaufte Puzzle zusammengesetzt, gemalt, gepuppt, gekocht.
Am günen Leuchturm lernen wir Leon aus Berlin, seine Mama und ihre Begleitung kennen. Die Kinder freunden sich augenblicklich an, verbringen "Stunden" miteinander am Wasser. Klettern über die Felsen, winken den Schiffen, schnattern. Am nächsten Tag treffen wir sie nochmal ganz zufällig am strand. Klettern und Muscheln sammeln. Lachen.
Im 3D Kino wollten wir Unterwasserfilme und Dinosaurier anschauen, leider laufen diese gerade nicht. Dicke fette Tränen der Enttäuschung klatschen auf den Boden, man kann den Aufprall hören. Ein Ausweichfilm wird zusammen ausgesucht, 15 Minuten Spongebob. Durchgerüttelt, nassgespritzt und Seifenblasenbehangen kommen wir wieder raus! Aufregend!
Letzte Blicke auf unser Meer. Schnell nochmal hinrennen, ihm zurufen, es umarmen. Bis zum nächsten Mal! Wir sind jetzt schon voller Sehnsucht!
Die Sehnsucht kommt allein schon beim Lesen ;)
AntwortenLöschen...das klingt nach einem großartigen Urlaub! Zauberhaft geschrieben. Wie immer! Liebe Grüße!
AntwortenLöschenJa, ja und ja!!!!
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